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Warum es zählt

Die letzten 3 Zentimeter zählen

Wir alle haben einen ... und trotzdem fangen viele Menschen allein beim Wort an zu zucken: Anus. Ein Schweigen mit Konsequenzen. Denn wenn man sich bereits schämt, es auch nur auszusprechen, wie wahrscheinlich ist es wirklich, sich ärztlich untersuchen zu lassen? Einer der Gründe, warum Analkrebs oft zu spät diagnostiziert wird. Ein kleiner Körperteil mit einer großen Rolle – der dieselbe Aufmerksamkeit verdient hat, wie jeder andere. Und darüber zu reden, kann tatsächlich Leben reden.

Analkrebs wird oft missverstanden oder übersehen. Stigma, Scham und Verwirrung halten zu viele Menschen davon ab, über ihre Symptome zu sprechen oder sich Hilfe zu suchen. Jedes Jahr sind davon tausende Menschen europaweit betroffen1 und viele von ihnen warten zu lange auf Antworten. Es wird Zeit, über Analkrebs zu reden. Eine Krebsart, die in den letzten 3 Zentimetern des Verdauungstrakts wächst. Die Anal Cancer Support and Advocacy Partners-Koalition (ASAP) bringt relevante Patientenorganisationen, Gesundheitspersonal und politische Entscheidungsträger in ganz Europa zusammen. Unser Ziel ist es, Stigmata abzubauen, der Öffentlichkeit verständliche Informationen bereitzustellen und sowohl Patienten als auch Gesundheitspersonal bestmöglich zu unterstützen.

Lasst uns Analkrebs zu einem gesellschaftlich akzeptablen Thema machen und in den Dialog zu treten. Egal ob Fragen oder das Teilen von Beschwerden – es wird Zeit, offen drüber zu reden!
Weil Analgesundheit uns alle angeht und Vorsorge alles ist!

Schon gewusst ...

Der durchschnittliche Anus ist 3 Zentimeter lang.2

Search Engines verweigern die Antwort, wenn das Wort "anal" verwendet wird, weil sie von einem sexuellen Kontext ausgehen, der als unangemessen gewertet wird.

Die Fallzahl von Menschen mit Analkarzinom steigt weiter an. Vorsorge und ein frühes Handeln können den entscheidenden Unterschied machen!1,2

Person zur Sensibilisierung

Das Bild dient nur zur Veranschaulichung.
Es zeigt keine echten Patienten oder medizinisches Fachpersonal.

Mehr Informationen

Analkrebs ist zwar selten, aber die Fallzahl nimmt in mehreren europäischen Regionen weiter zu.3 Unsere Kampagne fokussiert sich dabei auf "die letzten 3 Zentimeter", um auf eine einfache, aber aufmerksamkeitsstarke Art und Weise in den Dialog zu treten.

Warum liegt unser Fokus hier? Die letzten 3 Zentimeter des Verdauungstraktes gehören zum Analkanal.2 Eine Stelle, an der sich Krebs entwickeln kann, auch wenn das nicht jedem bewusst ist. Ein wichtiger Teil des Körpers, der oft aufgrund von Unwohlsein oder Scham ignoriert wird. Indem wir unsere Aufmerksamkeit diesem kleinen aber wichtigen Körperteil zuwenden, können wir ...

  • Dazu ermutigen, Symptome wie Blutungen, Juckreiz oder Schmerzen früh zu erkennen – auch wenn sie mit denen von Hämorrhoiden verwechselt werden können.2
  • Die Unterhaltung medizinisch statt peinlich machen.
  • Menschen darüber aufklären, dass Analkrebs jeden treffen kann und dass früh einzugreifen den Unterschied machen kann.
  • Bewusstsein dafür schaffen, dass Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV) Analkrebs vorbeugen können – denn HPV ist für > 90 % der Analkrebserkrankungen verantwortlich.1
Referenzen
  1. Robert Koch-Institut. Krebs in Deutschland. https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2023.pdf?__blob=publicationFile (zuletzt abgerufen am 09.02.2026).
  2. Leitlinienprogramm Onkologie. Patientenleitlinie Analkarzinom. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Patientenleitlinie_Analkrebs_167v100.pdf (zuletzt abgerufen am 09.02.2026).
  3. Islami F, et al. Int. J. Epidemiol. 2017;46(3):924–938. doi: https://doi.org/10.1093/ije/dyw276 .